Wassernot in den ARD-Tagesschau-Redaktion

ULRICH W. SAHM – Wassernot in der ARD-Tagesschau-Redaktion

Jerusalem, 14. August 2016  – Die Tagesschau der ARD brachte am Sonntagabend um 20 Uhr ohne aktuellen Aufhänger einen Bericht von Markus Rosch über die „Wassernot“, unter der „viele Palästinenser“ leiden, wie Moderator Jan Hofer verkündete. „Die Ressource ist knapp und wird von den Israelis streng rationiert“, behauptet Hofer weiter. Das Wasser ist gewiss knapp, aber von einer „Rationierung“ kann keine Rede sein!

„Verschärfend komme hinzu, dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen,“ setzt Hofer fort.

Selbstverständlich muss es Genehmigungen für das Bohren von Brunnen geben. Genauso ist es in Deutschland und anderswo. Da kann nicht jeder in seinem Hinterhof nach Gutdünken einen Brunnen bohren oder das Wasser aus dem Rhein, der Elbe oder der Spree abpumpen. Denn sonst würde sehr schnell das passieren, was im Gazastreifen kurz nach dem kompletten Abzug der Israelis 2005 geschehen ist. Sowie die „scharfe Kontrolle“ der Israelis weggefallen war, und die örtlichen Behörden der Palästinenser sich um nichts mehr kümmerten, haben die Menschen nur ein paar Meter tief in den Sand gebohrt, eine Pumpe angeschlossen und schon sprudelte kostenfrei das Wasser ins Haus. weiterlesen…

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We come home, after 2000 years we are home

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Islamistischer Terror in Würzburg?

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. Juli 2016

Wie der Zufall so will, wurde die Nachricht über den Terroranschlag eines jungen Afghanen im Regionalzug bei Würzburg im israelischen Rundfunk verbreitet, als noch kein einziges deutsches Medium dazu auch nur die kleinste Meldung veröffentlicht hatte. In Deutschland wird er Rias A. genannt. Ein IS Video identifiziert ihn jetzt als Muhammad Riyad. Während in Israel sehr schnell mit dem Finger auf „islamistischen Terror“ gewiesen wird, musste die deutsche Polizei erst eine handgemalte IS-Flagge im Zimmer des 17-Jährigen in Ochsenfurt entdecken, um ein islamistisches Motiv einzukalkulieren. Die Polizei hat während des Anschlags im Regionalzug das „Allah U-Akbar“ während eines Notrufs mitgeschnitten. Deutsche Reporter vermieden tunlichst das Wort islamisch oder islamistisch. Erst hieß es, ein „Verdächtiger“ sei mit Axt und Messern auf die Touristengruppe aus Hong Kong losgegangen. Dann kam der „mutmaßliche Täter“, als ob es Zweifel an der Tat gegeben hätte. Und schließlich wurde neutral von einem „Amoklauf“ geredet. Einen Höhepunkt des Zynismus vollbrachte die Grünenpolitikerin und ehemalige Justizministerin Renate Künast mit ihrer Frage auf Twitter, weshalb die Polizei den flüchtenden Afghanen erschossen habe, anstatt ihn zu überwältigen. Inzwischen wird in deutschen Medien vorgeschlagen, nicht von Terror oder Terroristen zu reden, sondern von Kriminellen und Gewalttaten. So solle den Tätern die Lust genommen werden, für Allah zu sterben und in der islamischen Welt als „Schahid“ (Märtyrer) verehrt zu werden.

All diese Diskussionen sind seit Jahren in Israel bestens bekannt. „Der Terrorist des Einen ist Widerstandskämpfer des Anderen.“ Diese Definition macht es den Israelis leicht, fast jeden „nationalistisch motivierten“ Anschlag, nicht nur von Palästinensern, sondern auch von extremistischen Juden, als „Terror“ zu bezeichnen. Selbstverständlich kennen die Palästinenser selber nur Freiheitskämpfer, Widerstand, Heldentaten und am Ende „Märtyrer“, deren Blut den heiligen Boden Palästinas düngt. Selbst Massenmörder, die sich in Bussen oder Restaurants gesprengt haben, um willkürlich israelische Zivilisten zu ermorden, werden von der palästinensischen Autonomiebehörde offiziell mit Denkmälern oder Wandgemälden geehrt. Schulen, Straßen und Fußballplätze werden nach ihnen benannt. Wenn sie mit lebenslänglicher Haft im israelischen Gefängnis sitzen, erhalten sie fürstliche Gehälter. Und auch ihre Familienangehörigen sind finanziell bestens versorgt.

Zu den europäischen Mantras, wie Israelis am besten den palästinensischen Widerstand/Terror brechen könnten, zählen Rückzug aus den besetzten Gebieten, die Errichtung eines palästinensischen Staates und seit Aufkommen der Messerstechereien durch „einsame Wölfe“, heißt es, man müsse den jungen Menschen eine „Perspektive“ geben. All diese Vorschläge verfehlen die Wirklichkeit vor Ort. Palästinensischen Terror hat es schon vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 gegeben, also ehe Israel die heutigen besetzten Gebiete eroberte. Die die Fatah-Partei begeht ihre „Gründung“ mit Gedenken an einen Anschlag in Israel durch „Fedajin“ aus dem Gazastreifen 1966. Der „Nahostexperte“ Michael Lüders verglich zwar die Banlieus bei Paris mit den von Israel besetzten Gebieten. Doch Ochsenfurt oder Würzburg dürften kaum einem solchen Vergleich standhalten, um Regierungen in Europa für die Radikalisierung junger Moslems verantwortlich zu machen.

Auch die Errichtung eines palästinensischen Staates bietet keinerlei Garantie für ein Ende des „Widerstandes“. Im Gazastreifen und im Westjordanland leben die meisten Palästinenser dank der Osloer Verträge in einem staatsähnlichen Gebilde, der „Selbstverwaltung“. Sie haben eine eigene Gerichtsbarkeit und Polizei in palästinensischen Uniformen. Bei allen zivilen Belangen haben die Israelis seit 1994 kein Mitspracherecht mehr. Nur wenn Palästinenser nach Israel fahren oder ins Ausland reisen wollen, müssen sie eine kostenlose Genehmigung einholen, so wie jeder Deutsche für die Einreise in bestimmte Länder bei den jeweiligen Botschaften ein teures Visum beantragen muss.

Und schließlich die fehlende „Perspektive“ für die jungen Leute. Ungebildete Terroristen aus ärmlichen Verhältnissen hat es bisher nur sehr selten gegeben. Der Afghane aus Ochsenfurt sollte demnächst eine Bäckerlehre antreten. Palästinensische Terroristen stammen fast ausnahmslos aus wohlhabenden Familien. Sie studierten an israelischen Universitäten oder hatten schon einen guten Job. Ein relativ neues Phänomen sind Kinder, darunter 13-Jährige, die nach Familienstreit zum Messer greifen, um „Juden abzustechen“.

Die Motive der Täter können unterschiedlich sein. Junge Mädchen, die vor ihrer Hochzeit geschwängert wurden, sind aus in ihrer konservativen Gesellschaft ausgestoßen. Für sie gibt es dann nur den Selbstmord als „Schahida“, um sich zu rehabilitieren.

Die Mörder von Brüssel, Paris, Nizza, Kopenhagen oder Ochsenfurt, palästinensische „Widerstandskämpfer“ und Selbstmordattentäter von Bagdad, Aleppo, Beirut oder Tunis haben eines gemein: Selbst wenn sie nicht ausdrücklich „Allah U-Akbar“ (Allah ist der Größte) rufen, was etwa die Zeitschrift Cicero in einem großen Artikel im Falle des Attentäters von Nizza als „Falschmeldung“ abtut, unterliegen alle einer islamistischen Gehirnwäsche und dem Glauben an ein besseres Leben im Paradies, mit oder ohne 72 „Jungfrauen“. Der Motor aller Anschläge ist eine für politische Zwecke missbrauchte religiöse Ideologie. Der Jubel auf Straßen und öffentlichen Plätzen in der muslimischen Welt, etwa nach 9/11 im Jahr 2001 und nach großen Anschlägen seitdem, bezeugen, dass dieser Terror nicht nur von Extremisten gutgeheißen wird, sondern Rückhalt in weiten Kreisen der muslimischen Gesellschaften hat.

Bisher hat noch kein Theologe, Gelehrter oder gar Politiker einen funktionierenden Vorschlag geäußert, wie die von Gott diktierten Glaubenssätze abgeschafft oder geändert werden könnten. Einschlägige Islamfeinde picken brutale Koransuren heraus, um zu beweisen, dass alle Moslems eine akute Gefahr für die Umwelt darstellen.

Moslems hingegen nennen die Namen von extremistischen Geistlichen, die einen großen Einfluss haben und mit ihren Fatwas (Rechtssprüchen) den relativ neuen menschenverachtenden Terror anfeuern. Einer von ihnen ist der prominente Scheich Jusuf al-Qardawi. Der gebürtige Ägypter hat schon vor über 20 Jahren empfohlen, „Rom“ zu erobern. In der arabischen Welt wird er „Mufti der Selbstmordattentate“ genannt. Einen ähnlichen Einfluss hatte Osama bin Laden. Ohne ihn wäre der bislang schlimmste Terroranschlag der Menschheitsgeschichte nicht zustande gekommen.

In Deutschland hatte eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten ausgereicht, eine mörderische Ideologie zu erfinden und einer ganzen Nation das Gehirn zu waschen, was zur Zerstörung der Welt und dem Tod von Millionen Menschen führte.

(C) Ulrich W. Sahm

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Nachfahren von Nazi-Tätern singen die haTikwa

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Ein junger Araber klagt an!

Muhammad Zoabi ist neunzehn Jahre jung. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er am 1. Juli 2016:

„Gestern wurde eine 13-jährige Jugendliche von einem palästinensischen Terroristen an dem sichersten Ort ermordet, den es für ein Kind gibt, im Bett, in ihrem Haus, schlafend. Heute wurde ein Vater ermordet, wieder einmal, vor seiner Familie, von den Händen eines verabscheuungswürdigen palästinensischen Terroristen. Ich höre keine Verurteilung und keine öffentliche Wut aus der palästinensischen Gesellschaft über die schrecklichen Angriffe. Ich frage mich, welchen Zustand die Palästinenser für sich herstellen wollen? In was für eine Gesellschaft wollen die Palästinenser, dass ihre Kinder leben? Welche Art von Bildung, wollen sie der künftigen Generation geben? Die Antwort, die uns ihrer Handlungen geben, ist nicht demokratisch. Ein liberales, westliches Land darf das nicht tolerieren! Die radikale, extremistische und unmenschliche Ideologie ist etwas, dass Israel seit Jahrzehnten bekämpft! Die westlichen Welt muss verstehen, dass sie diese Ideologie nicht mehr ünterstützen darf! Unterstützt Israel!“ weiterlesen…

 

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Six Days of Miracles

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Wie man Antisemitismus erkennt

”Zionismus” als Gefahr einzustufen ist Dämonisierung.
Darauf folgt die Deligitimierung Israels.

Natan Sharansky, ehemaliger Häftling, der neun Jahre in sowjetischer Haft verbrachte, war israelischer Minister für Jerusalem und die Diaspora, als er diesen Artikel verfasste. 2003 gründete er das „Weltweite Forum gegen Antisemitismus“, das jüdische Führer mit Organisationen aus allen fünf Kontinenten zur Koordination und Beratung im Kampf gegen den Antisemitismus zusammenbringt. Er war im Kabinett auch schon als Industrie- und Handelsminister, Innenminister, Bauminister und stellvertretender Premierminister tätig. Seine Memoiren „Fürchte nichts Böses“ wurde 1988 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht und in neun Sprachen übersetzt. Sein Buch, „The Case für Democracy“ veröffentlichte der Verlag Public Affairs aus New York im Jahre 2004.

Der 3D-Test auf Antisemitismus:
Dämonisierung, doppelte Standards, Delegitimierung

von Nathan Sharansky · Original: 3D Test of Anti-Semitism: Demonization, Double Standards, Delegitimization

Als ich Dissident in der ehemaligen Sowjetunion war, war eine meiner regelmäßigen Aktivitäten die Beobachtung des Antisemitismus und das Hinausschmuggeln von Beweisen und Berichten über solche Aktivitäten in den Westen. Ich glaubte damals, dass die freie Welt besonders nach dem Holocaust ein zuverlässiger Verbündeter im Kampf gegen den Antisemitismus sei.

Leider lag ich falsch. Heute, als Minister in der israelischen Regierung verantwortlich für die Beobachtung des Antisemitismus, befinde ich mich laufend in der Situation die Botschafter der westeuropäischen Staaten einzubestellen, um gegen antisemitische Angriffe auf Juden in ihren Ländern und die häufig milden Reaktionen ihrer Regierungen zu protestieren.

Im Verlauf der letzten vier Jahre haben wir das Wiederaufleben antisemitischer Aktivitäten in der demokratischen Welt erlebt. In Europa wurden Synagogen angezündet, Rabbis auf der Straße angepöbelt, jüdische Kinder auf dem Schulweg und in der Schule körperlich angegriffen und jüdische Friedhöfe geschändet.

Den “Neuen Antisemitismus” erkennen

Darüber hinaus stellt der sogenannte „neue Antisemitismus“ eine einzigartige Herausforderung dar. Während sich der klassische Antisemitismus gegen jüdische Menschen oder die jüdische Religion richtet, richtet sich der „neue Antisemitismus“ gegen den jüdischen Staat. Da sich dieser Antisemitismus hinter der Fassade der legitimen Kritik an Israel verstecken kann, ist es wesentlich schwieriger diesen zu entlarven. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Hass im Namen von Werten voran getrieben wird, die die meisten von uns als unanfechtbar angesehen werden, so z.B. die Menschenrechte.

Und doch müssen wir klar und offen diesen neuen Antisemitismus offen legen.. Ich glaube, dass wir einen kleinen Test durchführen können – ich bezeichne ihn als den „3D-Test“ – der uns hilft legitime Kritik an Israel von Antisemitismus zu unterscheiden.

Das erste „D“ ist der Dämonisierungs-Test. Wenn der jüdische Staat dämonisiert wird, Israels Handeln ohne jedes Maß dargestellt wird, Vergleiche zwischen Israelis und Nazis und palästinensischen Flüchtlingslagern und Auschwitz gezogen werden – dann ist das Antisemitismus, keine legitime Kritik an Israel.

Das zweite “D” ist der Test auf doppelte Standards. Wenn Kritik selektiv auf Israel angewendet wird; wenn allein Israel von der UNO wegen Menschenrechtsverletzungen herausgestellt wird, während das Verhalten bekannter und wichtiger Verletzer wie China, Iran, Kuba und Syrien ignoriert wird; wenn Israels Magen David Adom als einziger der Ambulanzdienste der Welt die Aufnahme ins Internationale Rote Kreuz verweigert wird – dann ist das Antisemitismus.

Das dritte „D“ ist der Delegitimierungs-Test: Wenn Israel das fundamentale Recht auf Existenz in Abrede gestellt wird, als einzigem Volk auf der Welt, dann ist auch das Antisemitismus.

Die Zunahme des arabischen und islamischen Antisemitismus

Ganz besonders beunruhigt mich der konstante und anwachsende Strom der antisemitischen Propaganda aus der arabischen und muslimischen Welt – darunter Propaganda, die ihrer Natur nach sich völkermörderisch gegen Juden wie auch den Staat Israel richtet. Das sollte Grund für große Sorge sein, nicht nur für Israel und die Juden, sondern für Männer und Frauen guten Gewissens überall. Solche Gehässigkeit besudelt den Nahen Osten und das internationale Gesprächsklima und ermöglicht es, dass unverfrorener Judenhass ungestraft geäußert werden kann.

Anfang des Jahres veröffentlichte mein Büro einen 150 Seiten starken Bericht über „Antisemitismus im gegenwärtigen Nahen Osten“. Die Studie gibt einen Überblick über antisemitische Berichterstattungen, Leitartikel oder redaktionelle Karikaturen in der von den Regierungen kontrollierten Presse von Ägypten, den Iran, Jordanien, dem Libanon, der palästinensischen Autonomiebehörde, Syrien, Saudi-Arabien und den Golfstaaten. In mehr als einhundert redaktionellen Karikaturen, die der Bericht beinhaltet, werden Juden und Israelis ausnahmslos als Giftschlangen, mörderische Nazis oder blutrünstige Kreuzfahrer dargestellt.

Wir stellten fest, dass der bösartige Antisemitismus, der ausdrücklich zum massivem Terror gegen und Völkermord an Juden, Zionisten und dem Staat Israel aufruft, mehr und mehr einen Allgemeinplatz im arabischen Nahen Osten einnimmt. Darüber hinaus haben sich die Grenzen zwischen Antisemitismus, Antiamerikanismus und antiwestlicher Haltung nahezu vollständig verwischt. Der überwältigend große Anteil dieser Propaganda wird von den von den Regierungen kontrollierten Medien und angeblich angesehen Verlagen herausgegeben, die mit den arabischen Regierungen eng verknüpft sind.

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Laxheit, mit der Länder reagiert haben oder aber auch nicht reagiert haben und dem anwachsenden arabisch/islamischen Antisemitismus und der dramatischen Zunahme von körperlichen und verbalen Angriffen auf Juden und Israelis weltweit.

Ich erkenne an, dass es im vergangenen Jahr positive Entwicklungen im Kampf gegen den Antisemitismus gegeben hat. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hielt mehrere Tagungen zum Kampf gegen den Antisemitismus ab und zum erstenmal überhaupt verurteilte die UN-Menschenrechtskommission den Antisemitismus in drei unabhängigen Resolutionen die einstimmig angenommen wurden.

Diese wichtigen Initiativen reichen aber noch nicht aus, um den staatlich unterstützten Antisemitismus zu bekämpfen, insbesondere die arabische/islamische Vielfalt, wie sie weiter oben beschrieben ist. Um wirkliche Fortschritte zu machen, muss die freie Welt bereit sein den Antisemitismus nicht nur öffentlich und kraftvoll zu verurteilen, sondern auch eine gemeinsame Politik gegen Staaten verfolgen, die den Antisemitismus unterstützen.

Die Notwendigkeit einer gemeinsamen Politik

Die Wirksamkeit einer Politik, die auf Gemeinsamkeit basiert, wurde auf beeindruckende Weise gezeigt, als vor etwa einer Generation eine Gruppe von Dissidenten in der Sowjetunion, zu der auch ich gehörte, sich entschied, die Helsinki-Gruppe im Sog der Schlussakte von Helsinki zu gründen – dem Papier, das später zur Gründung der OSZE führten.

Mit Hilfe mutiger Führer aus dem Westen, die ihre Beziehungen zu den Sowjets vom Umgang mit ihrem Volk abhängig machten, half die Helsinki-Gruppe sicherzustellen, dass die Sowjets auf der internationalen Bühne keine Schritt machen konnten, ohne dass ihre Menschenrechtspolitik zum Thema wurde. Das Ergebnis: Es wurden echte Fortschritte erzielt.

Ich denke, dass die Bekämpfung des Antisemitismus eine bedeutendere Rolle in den bilateralen Beziehungen zwischen Amerika und der arabischen und muslimischen Welt spielen sollte als bisher. Nur eine gemeinsame Politik kann dazu beitragen, die Extremisten unbedeutend zu machen und jene zu ermutigen und zu unterstützen, die diesen bösartigen Hass ablehnen.

Antisemitismus ist nicht nur eine Bedrohung für die Juden. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass die Kräfte, die hinter dem Antisemitismus stecken, alle Werte der Freiheit und der Zivilisation gefährden, an welchen wir gerne festhalten, sofern man ihm freien Lauf lässt. Nie mehr wieder kann sich die freie Welt es leisten zuzusehen, wenn sich der Antisemitismus auf bedrohliche Weise auftaucht.

Wir dürfen das nicht zulassen. Wir müssen alles Menschen mögliche unternehmen, um den Antisemitismus zu bekämpfen. Bewaffnet mit moralischer Klarheit, Entschlossenheit und einem gemeinsamen Ziel ist das ein Kampf, den wir gewinnen können und werden.

 

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Du zählst wirklich!

Thora: Bemidbar / 4. Mose 1,1  –  4,20

„Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Jisrael auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen!“ (Bemidbar / 4. Mosche 1: 2)

Das vierte Buch Mosche beginnt mit etlichen Volkszählungen. Die englische Bezeichnung des Buches „Numbers“ (Zahlen) spiegelt dies auch wider, während die hebräische Bezeichnung „Bemidbar“ (in der Wüste) den Schwerpunkt auf die Erfahrungen des Volkes Jisrael in der Wüste legt, beginnend mit der Zeit vom Verlassen des Berges Sinai bis kurz vor ihrem Einzug in das verheißene Gelobte Land.

Bei bestimmten Bibelabschnitten, wie auch bei dem vorliegenden Abschnitt aus Bemidbar, neigen Leser dazu, sich festzubeißen, weil es sich teilweise um schier endlose Listen von Namen handelt. Aber vielleicht spürst du ja auch, dass du wie einer dieser vielen Namen bist. Als einer dieser sieben Milliarden Menschen auf dem Planeten, hast du dich da wirklich mal gefragt, ob du wirklich zählst, ob du wirklich eine Bedeutung hast? Aber es könnte hier in unserer Thoralesung etwas verborgen sein, das dir sagt: Ja, du zählst, ja du hast eine Bedeutung, ja, du bist wichtig.

Gott gab Mosche den Auftrag, eine Zählung vorzunehmen (oder genauer gesagt eine Zählung von bestimmten Personengruppen). Es sollten alle Männer von 20 Jahren und darüber aus allen Stämmen Jisraels gezählt werden, mit Ausnahme des Stammes Levi. Dieser Stamm sollte erst später gezählt werden. Aber Mosche musste diese umfangreiche Aufgabe nicht alleine ausführen. Gott berief dafür namentlich mehrere Männer aus jedem Stamm, die ihm helfen sollten. Halten wir an dieser Stelle fest: Gott berief diese Männer namentlich für diese Aufgabe. Gott kommunizierte also die genaue Identität dieser Helfer von Mosche. Es gibt nichts im Text, was darauf hindeutet, dass dies nur im übertragenen Sinne gemeint war. Es war eben nicht so, dass jeder Stamm für die Volkszählung seinen Führer auserwählte, und das diese Liste dann Mosche vorgelegt wurde, der sie dann unter Verwendung einer anspruchsvollen geistlichen Ansprache bestätigte. Es war auch nicht so, dass Gott sie aus den Stämmen herausrief, sondern er berief sie tatsächlich direkt und namentlich. Können wir uns das überhaupt vorstellen, so direkt berufen zu werden, und das namentlich?

Aber es wird noch interessanter. Unmittelbar, nachdem das Volkszählungsteam berufen wurde, machen sie sich daran, die Personen zu zählen. Aber das war durchaus nicht so einfach, wie es zunächst erscheinen mag. „Eins, zwei, … Wie alt bist du? Du siehst gar nicht aus wie  20 Jahre? Bist du wirklich  so alt? OK … drei, vier….“ und so weiter. Aber es könnte durchaus auch noch komplizierter gewesen sein, denn neben dem Alter war ja auch zu prüfen, ob diese Personen in der Lage waren, mit dem Heer in den Krieg zu ziehen

(siehe zum Beispiel Bemidbar / 4. Mosche 1 Vers 3). Es ist durchaus möglich, dass allein das nötige Alter noch nicht ausreichend war, was eine noch gründlichere Befragung notwendig machte. Die Zahl der qualifizierten Männer wurde dann Mosche vorgelegt und entsprechend dokumentiert.

Was diese ganze Sache so interessant macht ist die Tatsache, dass Gott in der Lage war, die Namen der Helfer konkret zu benennen. Wenn Gott dies vermochte, wäre er dann nicht auch in der Lage gewesen, Informationen über eine detaillierte Volkszählung zur Verfügung stellen? Auch wenn wir davon ausgehen, dass er dazu in der Lage gewesen wäre, er hat es offensichtlich nicht getan. Dies musste sozusagen manuell durchgeführt werden. Aber warum? Der wesentlichste Grund ist natürlich, dass Gott es so angeordnet hatte, und das mit einer Qualität, die auch wirklich gut und ausreichend genug sein sollte. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, den Gedanken in diesem Zusammenhang noch ein wenig weiter zu  lenken.

Die Bibel lehrt uns ganz klar, dass Gott jeden Menschen persönlich kennt. Jeschua sagte, dass sogar die Haare auf dem Haupt gezählt sind (siehe Matitjahu/ Matthäus 10 Vers 30). Diese Aussage soll uns versichern, dass unser himmlischer Vater uns ganz persönlich liebt und für uns persönlich sorgt. Für einige von uns mag das noch nicht genug sein. Die Aussage, dass Gott jeden liebt ist zu allgemein, zu unspezifisch. Wenn wir dies hier nur im Hinblick auf jeden Menschen verstehen, dann meinen wir, nicht persönlich angenommen zu werden, sondern vielmehr, dass wir nichts anderes als ein Teil der großen allgemeinen und nicht namentlich genannten Menschheit sind. Ja, Gott liebt alle, aber liebt er mich wirklich ganz persönlich?

Die Verwaltung und Durchführung dieser Volkszählung gibt uns einen gedanklichen Hinweis darauf, wie diese Lücke überbrückt wird. Anstatt dass Gott die genauen Bevölkerungszahlen selbst verkündet, was er ohne Zweifel hätte tun können, sendet er Menschen aus, die sich ein Bild von jedem einzelnen Menschen der betreffenden Personengruppe machen müssen. Man könnte nun argumentieren, dass ja nicht jeder mitgezählt wurde, weil nicht alle für den Militärdienst qualifiziert waren, aber der einzige Weg, dies herauszufinden, bestand eben darin, sich ein Bild von jeder Person zu machen und diese persönlich zu befragen.

Das Zählen von Personen, von Gott initiiert, aber von Menschen ausgeführt, brachte Gottes Wissen über die Menschen zu den Personen selbst. Aber ist es nicht genau das, was die Intimität und die persönliche Beziehung Gottes zu uns Menschen normalerweise ausmacht? Während Gott von Zeit zu Zeit auch ganz direkt mit uns in Verbindung tritt, so erreicht er uns in den meisten Fällen über andere Personen. Es ist durchaus möglich, dass unser Gefühl, Gott irgendwie fern zu sein, auch daraus entsteht, dass wir selbst nicht bereit sind, jenen Menschen nahe genug zu sein, durch die hindurch Gott sich uns gegenüber offenbaren und durch die er zu uns reden möchte.

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„Der BDS ist er neue Antisemitismus“

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As Obama prepares to betray Israel at the UN, this is Bibi’s response

http://www.israelvideonetwork.com/as-obama-prepares-to-betray-israel-at-the-un-this-is-bibis-response

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